Kenianisches Personal

Das Kenianische Team des Malaika- Home besteht zur Zeit aus 12 Personen                                  Foto: privat

 

 

Leitung und Sozialarbeiter*innen

Die Managerin Margret
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Nachdem sich der ehemalige Manager Kago Ende 2017 entschieden hatte, Malaika zu verlassen, gingen wir auf  die Suche nach einer kompetenten Nachfolge mit Erfahrung. Nach Ausschreibungen und langen Auswahlrunden fiel unsere Wahl auf Margaret. Sie hat 5 Jahre sog. „business management“ mit Zertifikat, Diplom und erweitertem Diplom studiert, weshalb sie fit ist in der Arbeit mit Finanzen und der Büroarbeit. Auch hat sie Fachkenntnisse im Bereich Psychozoziales.

18 Jahre lang war sie in Kisumu in einem Kinderheim –  verantwortlich für Büroarbeit, Finanzen und die Lebensmittelversorgung. Im diesem Heim lebten 80 Kinder. 500 Kinder wurden außerhalb des Heims von Sozialarbeiter*innen betreut und mit Essen versorgt, ebenso 100 Straßenkinder, mit denen sich einige Leute aus dem Team einmal die Woche trafen.

Im April 2018 trat sie ihre neue Stelle bei Malaika an und gewann im Nu die Herzen, sowohl der Kinder als auch der Angestellten. Die Eingewöhnungszeit war dennoch herausfordernd, denn Malaika ist für kenianische Verhältnisse ein wirklich besonerer Ort. Die Umstellung in ein kleineres Heim mit weniger Kindern und weniger autoritären Erziehungsmethoden hat sie jedoch gut gemeistert. Sie arbeitet sorgfältig und zuverlässig und steht in engem Kontakt mit Krisitane, auch wenn sich diese in Deutschland befindet. Wir fühlen uns sehr entlastet durch ihre Arbeit!

Der Sozialarbeiter Elijah
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Mit jugendlichem Schwung ist Elijah sehr nah an den Kindern, v.a. den Jungen. Er hat immer ein offenes Ohr und hört sich die Probleme, Sorgen und Ängste der Kinder geduldig an, um daraufhin mit ihnen nach Lösungen zu suchen. Konflikte gibt es in den besten Familien, so auch bei Malaika! Als studierter Sozialarbeiter (Diplom in Sozialarbeit und Entwicklung der Gesellschaft) fährt er u.a. zu den Verwandten der Kinder und prüft deren Lebensverhältnisse, bevor die Kinder dort z.B. ihre Ferien verbringen.

Die Sozialarbeiterin Margaret „Maggy“
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Margaret – oder Maggy, wie wir sie alle nennen – ist seit Anfang 2018 unsere Sozialarbeiterin. Ihr Erfahrungsschatz in Sachen Kinderpsychologie ist groß, worüber wir sehr glücklich sind. Nach dem Abitur (secondary school) absolvierte sie zunächst eine Sekretärinnen-Ausbildung in einem College. Anschließend folgten drei Jahre in einem Institut für „Förderung des Gemeinwesens” mit Diplomabschluss. Danach studierte sie drei Jahre an der Universität in Nairobi Soziale Arbeit und machte zusätzliche Zertifikate zu verschiedenen Themen wie z.B. Frauenstärkung, Armutsbekämpung, Krankheiten mit Schwerpunkt HIV/AIDS.

Gespräche und Diskussionen sind ihr sehr wichtig. Das Schlagen von Kindern, was noch immer keine Seltenheit in Kenia ist, besonders in Waisenhäusern, verachtet sie ebenfalls. Sie besitzt Autorität gegenüber den Kindern und bringt sie auch mit Humor und Witz zum Lachen. Sie ist mit viel Engagement in Malaika an der Arbeit.

Der Büro Assistent John
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John bewarb sich für ein Praktikum bei Malaika, nachdem er sein Studium für Management mit Diplom beendet hatte. Er hatte schon weiter Praktika absolviert und zusätzlich Zertifikate zum Thema Computer erworben. John ist wissensdurstig und sehr engagiert, außerdem besitzt er einen Führerschein. Nach seinem Praktikum haben wir ihn eingestellt. Er ist mit Spaß und Engagement bei der Arbeit und versteht sich sehr gut mit den Kindern.

Betreuerinnen

Betreuerin Njeri
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Schon als wir mit den Bauarbeiten in Njoro begannen, lernten wir sie kennen, als sie zusammen mit ihrer Schwester den Handwerkern jeden Tag Mandazis backte – ein leckeres landestypisches Gebäck Wenn Tränen fließen oder eine Wunde gepflastert werden muss, ist sie der Fels in der Brandung. Sie verwaltet unsere Klamotten-Schränke und ist „Mama pur“. Njeri verbringt sehr viel Zeit bei uns in Malaika, es sind doch „ihre“ Kinder, die sie brauchen.  Sie weiß das aus der Zeit, als sie selbst ein Waisenkind war! Danke, Njeri!

Betreuerin Peris
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Peris ist die Frau unseres ehemaligen Managers Kago. Wir kennen beide – und ihre 3 Kinder – vom ersten Malaika-Tag an. Die Familie ist nach drei Jahren, ebenfalls nach Njoro gezogen, sodass der Vater sowohl bei Malaika arbeiten, als auch Kontakt zu seinen eigenen Kindern haben konnte.
Als der jüngste Sohn groß genug war, begann Peris ebenfalls bei uns zu arbeiten. Sie ist der ruhende Pol im Team, sie kennt sich gut aus in den Bereichen Haushalt, Kochen, Betreuen und auch in der Landwirtschaft, ist zuverlässig und verantwortungsbewusst und verwaltet die Lebensmittel- und Haushaltsvorräte. Außerdem macht sie auch Nachtschichten bei den Kindern.

Betreuerin Mercy
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Mercy wollte eigentlich Gymnasiallehrerin werden, hierzu fehlten ihr leider die Mittel. Nach dem Abitur hat sie ein Vorschulzertifikat gemacht, weiter aufsteigen konnte sie leider nicht. Nun hat sie bei Malaika eine Aufgabe gefunden, die sie sehr fordert: Disziplinfragen souverän zu klären, den Kindern ein Mutterersatz zu sein, die Anforderungen des Tagesgeschäfts zu meistern, die Doppelrolle als Mutter und als Ersatzmutter im Heim zu bewältigen – ja, wir schätzen ihre Arbeit und ihren Charakter sehr.

Betreuerin Alice
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Eigentlich müsste sie nach kenianischen Gepflogenheiten schon in Rente sein – wenn es eine Rente gäbe: Sie wurde schon 1955 geboren. Kurz vor dem Abitur konnte ihre Familie das Schuldgeld nicht mehr aufbringen, womit ihr Bildungsweg endete. Dann kam das Angebot des SOS-Kinderdorfs, hier hat sie als „Mother in Charge“ viel Erfahrung gesammelt. Nun ist sie bei Malaika „Grandma in Charge“ und so eine „Oma“ zum Kuscheln können die jüngeren Kinder gut gebrauchen. Manches fällt ihr inzwischen etwas schwer, aber Bücher vorlesen, Kinder trösten, Gemüse putzen und Essen kochen – das kann sie noch sehr gut!

Betreuerin Gertrud
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Gertrude ist seit Mitte 2018 bei Malaika. Sie hat selbst erfahren, dass Armut eine Barriere für viele Möglichkeiten ist, auch sie musste wegen fehlendem Geld die Oberstufe verlassen. In den letzten Jahren hat sie sich in einem anderen Waisenhaus um Kinder gekümmert, diese Erfahrungen bringt sie nun mit zu Malaika, außerdem kann sie sehr gut singen. Sie betont immer wieder wie wichtig Bildung für die Zukunft der Kinder und Jugendlichen ist, um ihnen mehr Chancen zu bieten. Ihr Traum ist es, eines Tages ein eigenes Waisenhaus zu eröffnen.

Betreuerin Loice
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Loice ist seit August 2018 bei uns und hat sich gut eingefügt. Sie hat die Secondary School beendet und anschließend eine Ausbildung als Kindergärtnerin gemacht. Danach lernte sie in einer Art Berufsschule das Schneidern. Auch das ist für uns sehr bereichernd, denn es gibt stapelweise Klamotten, die geflickt werden müssen von Hand oder mit der Nähmaschine, außerdem hat sie angeboten den Kindern das Nähen beizubringen. Auch sie kann gut singen, vielleicht entsteht 2019 ein erstes Chorevent.
Sehr interessiert ist sie an den „Round Tables“, wo Erwachsene und Jugendliche auf Augenhöhe diskutieren: über Politik, über das Schlagen in Schulen, über Ziele und Träume, über Armut etc. Ihre Beiträge sind sehr zielführend und bereichern diese Abende!

Haus- und Landwirtschaft

Der Landwirtschafts- und Hausmeister Peter
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Peter ist die gute Seele auf unserem Grundstück: Für die Kinder ist er Onkel, Vater, Vorbild und Fußballpartner! Er organisiert „Helping Days“, bei denen die Kinder ganz viel lernen: Zäune bauen, Pflänzchen wässern, Baumteile zerhacken, Gemüse ernten, Fensterglas einsetzen, die Schaukel streichen, Zweige abhacken etc. Er wird streng, wenn dabei geschludert wird!!
Hauptverantwortlich ist er für die Landwirtschaft. Ein zweites Feld ist die Instandhaltung der Häuser und Außenanlagen. Hier lernen wir alle viel von ihm. Mit seinem Singen und Tanzen bereichert er die Geburtstagspartys und freut sich wenn deutsche Gäste kommen und erzählen.
Sein Vater ist eine wichtige Person in Njoro: Er ist Autorität und Ansprechpartner für alle Menschen in Rumwe (Stadtteil von Njoro). Für uns ist er Vertretender Vorsitzender des kenianischen Malaika-Vereins.

Ex-Malaika-„Kind“ und inzwischen Farmer Zaccharia
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Er kam 2008 zu Malaika als älteres Waisenkind, wo er unter den Kinderchen schon der Große war. Die Mutter war gestorben und der Großvater kümmerte sich nicht um ihn. So kam er zu Malaika und erfuhr hier noch ein gutes Leben. Als es Zeit war Malaika zu verlassen, blieb er als Arbeiter bei uns. Begeistert stürzte er sich in die Bauarbeiten in Njoro, und als wir eingezogen waren, lernte er das Farmer-Handwerk. In manchen Bereichen braucht er Hilfe, und so hilft Malaika ihm immer noch sein Leben zu organisieren. Unter der Leitung von Peter wässert er die Pflänzchen, hackt Holz, erntet Kohl, buddelt die Kartoffeln aus etc. Es gefällt ihm in Malaika und in seiner kleinen Ein-Zimmer-Wohnung 10 Minuten von Malaika entfernt gut.