Kinder heute

SHEILA (geb. 2007)

Sie lebt bei Malaika und wurde noch nicht  – wie ihre anderen Geschwister Sharifa, Lovett und Lavine – an die Verwandten überwiesen. Das macht sie gelegentlich etwas traurig. Ihre Erkrankung bedarf sorgfältiger Kontrolle und Betreuung.
Sie besucht eine staatliche Schule, schon seit ihrer Einschulung. Lernen ist nicht ihre liebste Beschäftung, aber was soll’s?

Foto: privat

WAMBOI (geb. 2007)

Vor gut einem Jahr gab Malaika Wamboi die Chance, in einer guten Privatschule in Njoro ein Jahr zu überspringen. Sie hat zwar eine Mutter, aber die ist nicht imstande, ihre 6 Kinder großzuziehen. Wir werden Wamboi fördern, sodass sie eines Tages eine gute Anstellung bekommt, um für sich zu sorgen.

 

Foto: privat

RAHAB (geb. 2008)

Auch Rahab, die jüngere Schwester von Wamboi, übersprang eine Klasse in der guten Privatschule, und auch sie war schon nach kurzer Zeit im oberen Viertel. Auch sie hat recht gute Chancen, eine gute Schulkarriere zu machen. Sie ist aufgeschlossen, ehrgeizig und fleißig. Was will man mehr??

 

 

 

Foto: privat

NDUTA (geb.2010)

Nduta ist wirklich ein Glückskind: begabt, aufgeschlossen, selbstbewusst, ehrgeizig, akkurat. Das Überspringen einer Klasse war für sie nicht schwierig. Sie ist jetzt in Klasse 4 der „Precious School“, wo das neue System (sanfter, später zur Schule, mehr praktische Aufgaben, mehr lustbetont etc) schon vor geraumer Zeit angelaufen ist. Die Samstage werden eher auf Wunsch angeboten – zum Basteln (z.B. ein Ball aus Plastik, Lumpen, Bänder) , zum Schwimmen, Handwerk (z.B. eine gruselige Figur gegen raffgierige Vögel), Zusatzunterricht in sehr kleinen Gruppen, etc. Endlich mal ein Konzept, das die Interessen der Kinder aufgreift.

 

 

Foto: privat

MERCY (geb. 2014)

Mercy, die zweitjüngste Schwester von Wamboi, Rahab und Nduta, besucht die Vorschule nur 200 Meter entfernt vom Malaika-Home. Sie macht sich gut dort und sie wird sicherlich ihren Weg gehen.

 

 

 

Foto: privat

MARY (geb. 2016)

Mary ist die jüngste Schwester von Wamboi, Rahab, Nduta und Mercy. Leider hat die Mutter es nicht geschafft für Mary zu sorgen, weshalb dann auch sie von Malaika aufgenommen wurde. Hier geht es ihr gut!

 

 

 

Foto: privat

DAVID (geb.2003)

David (mit sein Freund Emmanuel) besucht die 8. Klasse der Moonlit-Privatschule. Beide Jungen sind seit Beginn 2019 im Internatsbetrieb. Das kenianische Schulsystem fordert viel Anstrengung in den Klassen 7 und 8: viel Paukerei und also Konzentration. Die Privatschulen fordern deswegen das Leben im Internat: keine Ablenkung durch Geschwister, Eltern, Hilfsarbeiten wie Wasserholen, Arbeit auf dem Acker, aber auch TV etc.
Die beiden Jungen sind die Besten ihrer Klasse.

 

Foto: privat

AUMA (geb. 2009)

Auma hat, neben gesundheitlichen Problemen, auch noch eine auffällig starke Lernschwäche, die ihr das Schulleben schwer macht. Wir haben beim obersten Verwaltungsvertreter angefragt, eine Ausnahmeregelung zu genehmigen, da es keine Sonder- oder Förderschulen in Kenia gibt. Wir hätten sie dann hier im Heim mit unserem Personal auf mehr praktische Weise unterrichtet: Landwirtschaft, Kochen, Backen, Nähen, Stricken, etc. Sie wurde getestet und als geeignet für den Schulbetrieb anerkannt. Also haben wir sie umgeschult in die etwas progressivere  Precious-School. Dort hat sie das dritte Mal eine Klasse wiederholt. Aber es scheint zu klappen: Sie lacht wieder viel mehr und freut sich auf den nächsten Tag. Wir sind sehr erleichtert.

Foto: privat

JOYCE (geb. 2005)

Sie besucht die 7. Klasse einer staatlichen Schule und wohnt bei Malaika. Joyce ist klug, ächzt aber unter der Last der Hausaufgaben. Sie steht oft schon gegen 4 Uhr auf und arbeitet für die Schule. Um 6 Uhr verlässt sie das Malaika-Home und kehrt erst gegen 19 Uhr zurück. Nach dem Dinner warten wieder die Hausaufgaben auf sie – bis gegen 23 Uhr.

Das Wochenende bietet wenig Spaß – stattdessen wieder Hausaufgaben! Wenn Eltern es mal wagen, sich zu beschweren, ist die Antwort: „Dann gebe ich Ihrem Kind noch mehr Hausaufgaben auf!“

Foto: privat

JOSEPH (geb. 2005)

Joseph besucht dieselbe Klasse wie Joyce. Er nimmt die harten Konditionen etwas gelassener hin, aber auch er ist froh, wenn er in eineinhalb Jahren diese Schule verlassen kann. Am Wochenende tanzt er mit der Tanzgruppe, übt sich an der Fuß-Nähmaschine, backt gerne oder spielt Fußball mit den Kumpels. Im Jungenhaus ist er jetzt der Älteste und muss seine Führungsposition positiv einsetzen.

 

Foto: privat

ASSU (geb. 2007)

Assu lebt bei Malaika, und die Hoffnung, er könne von Verwandten aufgenommen werden, wurde bis jetzt enttäuscht. Assu ist ein intelligenter Junge und er erarbeitet sich recht gute Zensuren. Er besucht seit Jahren schon eine staatliche Primarschule, die er in 2 Jahren bestimmt mit einem guten Zeugnis abschließen wird. Was dann weiter geschieht, ist noch unklar.

 

Foto: privat

BERNARD SANING’O (geb. 2008)

Aufgegriffen von der Polizei wegen Streunens kam er schließlich zu Malaika. Er kannte nur ein paar Masai-Wörter und er war offensichtlich noch nie in einer Schule gewesen. Nach starker Vorbereitung durch uns war er einigermaßen fit für die Vorschule und dann für die Regelschule, wo er ein Jahr übersprungen hat.

Wir haben Verwandte von Saning’o gefunden, aber sie sind nicht im Stande, sich solide um den Jungen zu kümmern. Doch Saning’o fühlt sich gut bei uns. Er wechselte in eine andere Privatschule und ist erfolgreich.

DIE ARUSEI-KINDER

Die fünf Kinder der Arusei-Eltern mussten zu Recht (!) in ein Kinderheim geschickt werden. Sie waren nicht imstande, ihre Kinder einigermaßen aufzuziehen. Die Kinderbehörde hat den Eltern nur ihre jüngste Tochter anvertraut. Ob das auf Dauer gut geht?

Vier ältere Kinder besuchen jetzt eine Vorschule – und sie haben großen Spaß dabei. Sie waren vorher nie zu einer Schule gegangen, auch nicht der älteste Junge. Der kleine Alex muss noch etwas warten bis zur Einschulung.

Foto (privat): Frederick
Foto (privat): Moses
Foto (privat): Alex
Foto (privat): Christopher
Foto (privat): Talia

DIE KINDER VON MONICA

Muthoni und Joseph, die beiden Kinder von Monica, wurden wegen massiver Unzuverlässigkeit Malaika zugewiesen. Die fünfjährige Tochter geht zur Vorschule, und der kleine Joseph hält unser Personal in Schach! Auch er muss noch etwas warten, bevor die Lehrerinnen und Lehrer versuchen können, ihn zu „dressieren“!!.

 

 

 

 

NJOROGE 2

Morgens um 6 Uhr wurde neulich der kleine Njoroge von einer freundlichen Marktfrau gefunden. Er wurde uns – also Malaika – erstmal zugeschrieben, bevor er zu dieser lieben Frau wechseln kann. Doch erst mal muss alles versucht werden, um herauszubekommen, wer oder wo die Eltern sind. Bis dahin geht er nun zur Vorschule und spielt Fußball mit unseren Kindern!

Njoroge
Njoroge 2