KOCHENDES WASSER

Hallo, Malaika-Freunde! Grüße aus Njoro von John! Wir sind seit einigen Tagen mal wieder in Quarantäne, weil bei uns in Kenia die Fälle von Covid19 immer noch zunehmen. Trotzdem haben wir viel Spaß – so wie letztes Jahr, als Mama Malaika auch dabei war. Sie wartet auf ihre Impfung in Deutschland.

Leider konnten wir in diesem Jahr keinen Newsletter produzieren. Als kleinen Ersatz stellen wir in den nächsten Wochen unsere neuen Kinder vor. Wir beginnen mit Wilfrida

Bei Malaika angekommen, die kleine Wilfrida mit vom Arzt umwickelten Händen

Wilfrida ist ein siebenjähriges Mädchen. Als sie vor drei Monaten zu uns gebracht wurde, hatte sie an beiden Händen schwere Verbrennungen. Ihre Mutter hatte aus Ärger über sie (sie hatte Bananenschalen gegessen) kochendes Wasser über ihre Hände geschüttet. Die Nachbarn informierten die Polizei. Die Eltern wurden ins Gefängnis gebracht: die Mutter wegen der Brutalität und der Vater, weil er seine Frau vor der Polizei beschützen wollte. Das Mädchen sowie ihre zwei Geschwister wurden erstmal zu Malaika gegeben.

Die Ärzte in Njoro bemühten sich sehr, Wilfridas Hände zu heilen, aber alles war vergebens. Das Mädchen hatte Schmerzen und weinte immerzu bitterlich. Glücklicherweise gab es vor Wochen eine enorme Verbesserung: Endlich waren die Qualen vorbei.
In der Zwischenzeit ist das Mädchen gesund und glücklich, denn sie muss nicht mehr Angst vor der Mutter haben. Der Fall war noch nicht vor Gericht. Wilfrida wird bei Malaika bleiben, die Geschwister kehren wahrscheinlich zu den Eltern zurück.

Es wird besser, sie lächelt ein bisschen

Wir sind all denen dankbar, die die Kinder gerettet und wieder froh gemacht haben. Über den Prozess halten wir euch auf dem Laufenden.

Bald stellen wir auf unserer Homepage wieder ein neues Malaikakind vor.
John

Ein glückliches Kind, strahlend auf Lavines Arm!