EIN HIGHLIGHT!

Neulich gab’s bei Malaika eine Aufräum-Aktion. Und was fanden die Jugendlichen? All unsere Zelte, die wir schon vor Jahren auf dem Dachboden zur Ruhe gelegt hatten.

Nun erwachten die Zelte aus ihrem Tiefschlaf und es entstand ein herrliches „Wüstenlager“. König –  oder Königin? – der Wüste war das große weiße Zelt! Der Ruf nach einer Übernachtung in der Sahara hallte über das Gelände. Zwar gab es nur einen grünen Rasenboden und keinen weißen Wüstensand, auch keine majestätischen Kamele, sondern nur eine weiße Katze, die sich für unser Zeltlager interessierte, aber die Fantasie schaffte fast alles.

Nur die nächtliche Kälte trieb unsere Abenteurer aus den Zelten und direkt in ihre warmen Betten.

Trotzdem: Es war sooo schön!

A HIGHLIGHT! Recently there was a cleanup campaign at Malaika. And what did the young people find? All our tents that we had put to rest in the attic years ago.Now the tents awoke from their deep sleep and a wonderful “desert camp” was created. King – or queen? – of the desert was the big white tent! The call for an overnight stay in the Sahara reverberated across the site. There was only a green lawn floor and no white desert sand, no majestic camels, just a white cat who was interested in our tent camp, but the imagination did almost everything.Only the nightly cold drove our adventurers out of the tents and straight into their warm beds.Still: it was sooo nice!

 

 

„Schuule – nain dancke!!“??

NEIN!! Unsere Malaika-Kids lieben ihren Deutsch-Unterricht! Hier seht ihr meine hoch motivierte Klasse auf dem Weg zur MALAIKA-DEUTSCH-SCHULE.  Die Hausaufgabe lautete:  „Bring morgen 6 Gegenstände deiner Wahl mit in den Deutschkurs! Wir wollen neue deutsche Wörter lernen.“ Hier seht ihr die Rasselbande am nächsten Tag, wie kreativ sie waren! Schaut euch die Fotos an!  

11 Jugendliche x  6 Gegenstände = 66 Gute-Laune-Lernminuten! So macht der Unterricht weiterhin Spaß! 

Kristiane und John

          

Rahab
Elizabeth
Mary
Lavine
Emmanuel

BYE-BYE, STEVEN!! 

Letzte Woche kam für unseren gerade 18 Jahre alt gewordenen Steven ein trauriger und gleichzeitig ein herbeigesehnter Tag: Er musste einerseits unsere kuschelige Quarantäne verlassen, bekam aber andererseits die große Chance, in einem Mechanikerladen zu arbeiten und zu lernen. 

Der Managerin MARGARET und dem Sozialarbeiter ELIJAH war es nämlich gelungen, eine Lehrstelle für Steven als Automechaniker in Njoro zu finden. Es gab zwar beim Abschied ein paar Tränen bei den Kleinen, aber andererseits hatte sich Stevens größter Wunsch  endlich erfüllt. Seine Berufsschule war im März wegen des Corona Virus dicht gemacht worden – wie alle anderen Schulen in Kenia auch. Also: Alles gut!!

Schade ist für ihn nur, dass er nicht mehr an seinem geliebten Deutschkurs teilnehmen kann. 

Auch Lovett ist inzwischen bei Malaika eingetrudelt. Sein Praktikum als Elektriker konnte trotz Virus durchgeführt werden. Nun hatte er die Hoffnung, in Njoro einen Lehrer für Elektroinstallationen zu finden. Auch das konnten Margaret und Elijah  – nach ein bisschen Mühe –  hinkriegen. 

Zunächst  kriegten wir einen Schock, als wir am Tor zwei Kriminelle stehen sahen! Aber dann waren wir erlöst! Es waren ja unsere zwei  Kids, Lovett (re) und Steven (li), die sich so sehr wünschten, dass sie für’s Foto die Virus-Masken herunterlassen durften. Hier also unsere zwei  smarten LEHRLINGE!!

Wir alle drücken die Daumen für sie! Macht ihr mit??? 

Kristiane und John

 

So macht Schule Spaß!

Neulich kam bei den Malaika-Kindern der Wunsch auf, ob ich ihnen DEUTSCH beibringen kann. Ich war einverstanden! Nun ging es letzte Woche los: Jeden Morgen um halb 10 versammelten wir uns in meinem „WOHNZIMMER“. Fast alle Gegenstände wurden geübt – „SESSEL“, „FENSTER“, „SCHREIBTISCH“. Es folgte die „KÜCHE“ (das Ü ist eine Herausforderung!), das „SCLAFZIMMER“ und das „KLO“. Die Kids können schon die Zahlen von EINS bis ZWANZIG, und sie machen Mathe mit plus und minus. Vorgestern gab es die ersten Verben. Wenn das Hirn kocht, gibt es ein paar Runden Laufen zur Erholung auf dem Fußballplatz.

Heute kriegte jeder ein Kaugummi, weil sie sich in wechselnden Zweiergruppen als Lehrer oder Lehrerinnen tapfer bewiesen hatten.

SOOO macht Schule Spaß!!

Kristiane

School is fun!

Recently, the Malaika children asked if I could teach them GERMAN. I agreed! Now it started last week: Every morning at half past nine we gathered in my “WOHNZIMMER “. Almost all objects were practiced – “SESSEL”,”FENSTER”, “SCHREIBTISCH”. This was followed by the “KÜCHE” (the Ü is a challenge!), the “SCHLAFZIMMER” and the “KLO”. The kids can do the numbers from “EINS” to “ZWANZIG”, and they do maths with plus and minus. The day before yesterday there were the first verbs. When the brain boils, there are a few rounds of running to relax on the soccer field.

Today everyone got chewing gum because they had bravely proven themselves as teachers in changing groups of two.

“SOOO” school is fun !!

Kristiane

GERMAN SCHOOL IN MALAIKA !!!!

Hello Malaika friends, its now the second month in quarantine. Fortunately we are learning the German language. It’s hard but also funny and interesting. Mama is a good teacher. Hopefully by the end of the quarantine we will be able to speak German fluently. Thank you and visit our homepage for more information, Viderzin!!

John

IM  PARADIES?

Während in Nairobi und auch in Mombasa schon Kämpfe um Lebensmittel den Alltag vergiften und ein Slum teilweise von Bulldozern vernichtet wurde, vergnügen sich unsere Kids im Malaika-Paradies! Als ein Gefängnis empfindet das – jedenfalls  bisher – kein Kind und kein Jugendlicher! Da gibt es für sie verschiedene Vorlieben:

  • das Spiel mit den aus Deutschland mitgebrachten Duplo-Legos,
  • das Grübeln über die vielen Puzzle-Teilchen,
  • das Antreiben der dicken LKW-Reifen,
  • das Bauen im sandähnlichen Kiesbett,
  • und viele andere Beschäftigungen.

Die älteren Kinder erkennen durch die abendlichen TV-Nachrichten schon deutlicher die drohende Corona-Gefahr. Hoffentlich bleiben wir davon verschont!

Kristiane und John

IN PARADISE?

Dear Malaika-friends! It is another month in quarantine which has its own difficulties – but also we are having lots od activities with the children. There are different preferences:

– the game with the Duplo Legos – brought from Germany,

– concentrating on many puzzle pieces,

– driving the thick truck tyres,

– playing in the sand-like gravel bed

– and many other occupations.

The older children recognize the corona danger  more clearly from the evening TV news.

We hope the virus will end!

Kristiane and John

 

WIR SIND NOCH NICHT VERHUNGERT!!

Liebe Malaika-Freunde! Ihr wisst inzwischen bestimmt, dass Peris, Njeri, John, Kamau und ich mit all unseren Kindern und Jugendlichen seit einigen Wochen im Compound 1 in Quarantäne leben. Uns geht es gut! Und warum? Weil sich außerhalb unserer Zäune ein eifriges Heinzelmännchen-Team um unser Wohlergehen kümmert.

Da ist zunächst der Einkaufs-Heinzelmann Kago, dann die zwei Kochmamsells Gertrude und Loice und am Schluss der Lieferservice „Peter Wangai“! Er bringt uns regelmäßig die leckeren Speisen bis ans Tor – mit gebührendem Abstand und professioneller Ver – oder Bekleidung! Wir neununddreißig (39) Ausgegrenzten danken euch herzlich!! (… und den Humor darf man auch in Corona-Zeiten nicht verlieren!!)

Kristiane und John

WE ARE NOT STARVED YET !!

Dear Malaika friends! By now you probably know that Peris, Njeri, John, Kamau and I have been living in Quarantine in Compound 1 with all our children and adolescents for a few weeks now.  We’re fine! And why? Because outside of our fences, an eager team takes care of our wellbeing.

First there is the “shopping service- Kago”, then the two chef mums Gertrude and Loice and finally the delivery service “Peter Wangai”! He regularly brings us the delicious dishes right up to the gate – with a proper distance and professional covering or clothing!

We thirty-nine (39) quarantines thank you very much !! (… and we should not lose our humor – especially not in Corona times !!)

Kristiane and John

 

Quarantäne, die ihren Namen verdient hat!!

Am 30.03.2020 entschied unsere Management-Gruppe, nun doch eine Quarantäne bei Malaika einzuführen hat, die ihren Namen verdient hat. Dankenswerterweise hatten sich zwei Frauen (Peris und Njeri) und zwei Männer (John und Kamau) dazu durchgerungen, ab sofort nonstop mit allen Malaika-Kids (und mir!) zusammenzuleben.

Diese fast 24stündige Arbeit mit 32 Kindern und Jugendlichen ist tatsächlich eine enorme Herausforderung für uns alle! Wir danken diesem Team sehr dafür, dass sie diese Last auf sich genommen haben. Wir leben jetzt gemeinsam in Compound 1 – getrennt von allen Menschen. Und wie lange soll das dauern? Nobody knows!

Die Managerin Margaret, der Sozialarbeiter Elijah, die Betreuerinnen Gertrude und Loice wechselten zum Compound 2. Büroarbeit ist weiterhin sehr wichtig!

Das Kochen erledigen Gertrude und Loice zusammen. Wenn mal nix zu tun ist, dann stürzt sich Loice zur Nähmaschine und repariert alle Klamotten, die es nötig haben: ein Riesenberg!

Lebensmittel haben wir schon gebunkert, und immer, wenn dann was fehlt – passiert noch oft! – , fährt Kago mit unserem Projektwagen in die Stadt: Gemüse, Obst (VITAMIN C!!), Kabel für einen Computer, Wolle zum Stricken oder Häkeln, etc.!

Auch Elijah fährt dann und wann mit Kago zu den Malaika- Kindern, die bei Verwandten wohnen, um zu überprüfen, ob dort alles in Ordnung ist: Genug zu essen? Medikamente regelmäßig eingenommen? Brutalität?

Drückt uns die Daumen, dass wir die nächsten Wochen oder gar Monate mit viel Spaß, Videos, Sport, Spielen, v.a. Humor und guten Nerven überstehen!

Kristiane und John

Njeri, Kamau, Peris, Kristiane and John
Unsere Kids sind glücklich – nicht ahnend, was womöglich auf uns zukommt!

APOKALYPSE!!

Dieses Wort, das ich lange nicht mehr benutzt hatte, schoss mir am letzten Sonntag durch mein Gehirn. Plötzliches Gekreische unserer Kinder! Ballern an meinen Fenstern! „Mama, Mama, look, look, look!“ Die Kinder zerrten mich aus meinem Zimmer: „Come, come, come! The locusts are there!”

Ich wusste nicht, wie mir geschah: Heuschrecken in Massen, ja in Millionen oder gar Milliarden. Die bisher weißen Wolken hatten sich verdüsterten. Um uns wurde ein biblisches Szenario geboten. Hin und wieder kamen die 10 Zentimeter langen Heuschrecken auf uns zugeschossen, ein Strom von Tieren! Manche mutige Kinder schnappten nach niedriger fliegenden Tieren und konnten einige erwischen, damit ich ein Foto machen konnte. Tropfen fielen um uns herum auf die Erde: offenbar Urin. Die Schwärme kurvten über Njoro,  ließen sich aber nicht nieder. Das Geklapper der Flügelschläge ließ mich gruseln.Ca 15 Minuten dauerte das Gerausche – dann plötzlich drehten die Schwärme ab, die Sonne kam hervor, die Wolken wurden wieder weiß – die gewohnte Welt war wieder da. Wow!! Einmal tief durchatmen!

Ein besonderes Erlebnis – in Zeiten von Corona!

Kristiane und John

English Version

APOCALYPSE!!

That word, which I hadn’t used for a long time, shot through my brain last Sunday. Sudden screeching from our children! Banging at my windows! “Mama, Mama, look, look, look!” The children dragged me out of my room: “Come, come, come! The locusts are there!”

I didn’t know what was happening to me: locusts in masses, even in millions or billions. The white clouds had darkened. A biblical scenario was offered to us. Every now and then the 10 cm long grasshoppers came shooting towards us, a stream of animals! Some brave children snapped at lower flying animals and caught some. So I could take some pictures. Drops fell to the earth around us: apparently urine. The locusts swarmed over Njoro, but did not settle. The clatter of wingbeats made me shudder. The noise lasted about 15 minutes – then suddenly the swarms turned off, the sun came out, the clouds turned white again – the familiar world was back. Wow!! I took a deep breath!

A special experience – in times of Corona!

Kristiane and John

 

DER VIRUS HAT KENIA ERREICHT!

Seit Mittwoch sind wir – v.a. die Kinder und Jugendlichen –  in Quarantäne in unseren zwei Grundstücken. Die Schulen, Colleges und Unis wurden geschlossen – erst mal bis zu den Ferien Ende März. Dann – Ende April – wissen wir hoffentlich, wie es weitergehen kann.

Für die Kinder – besonders die Kleinen – ist es ein Paradies. Soooo viele Malaika-Kinder sind jetzt da und spielen mit ihnen.

Der Kampf um die Schaukel ist momentan das größte Problem. Schlangestehen ist normal.

Das zweitgrößte Problem ist dann das regelmäßige Händewaschen! Es wurden zwei Listen gemacht mit den Namen der Kinder und Jugendlichen, die abgetickt werden. Nach dem Händewaschen wird diese Liste kontrolliert. Und Gnade Gott, wenn auch nur ein Malaikaner durch’s Netz geschlüpft ist.

English Version

THE VIRUS HAS REACHED KENYA!

Since Wednesday we have been in  quarantine – especially the children and teenagers.  The schools, colleges and universities are closed  now – probably until the end of April.
For the children – especially the little ones – it is a paradise. Soooo many Malaika children are there now and play with them.
The “fight for the swing” is the biggest problem right now. Queuing must be learned.
The second biggest problem is “washing hands regularly”! Two lists were made with the names of the children and adolescents to be ticked. After washing hands, this list is checked. And thank God if only one Malaika child has slipped through the net!!!!

Wir alle geben unser Bestes, besonders die kleinen Zwerge bei Laune zu halten!!!!!! Noch gelingt es uns!!!!
Nun müssen auch die älteren Kids wieder mal in der Schlange stehen – wie in alten Kindergartenzeiten!

WUNDERBARE FERIENTAGE!!

Das kenianische Schulsystem bietet  Schülern und Lehrern drei „Terms“ an – also ca drei Schuldrittel: Anfang Januar bis Ende März – dann Ferien. Yippee! Anfang Mai bis Ende Juli – dann wieder Ferien! Wieder Yippee! Anfang September bis Ende Oktober, dann zwei lange Monate Ferien für fast alle kenianischen Kinder und Jugendlicher. Nur die Absolventen werden in den Abschlussexamen im November gezwiebelt! Die Armen! Aber da gibt es noch ein zusätzliches BONBON: „Mid-Term“! Das ist eine zusätzliche freie Woche für die Kinder. Nur die Lehrer müssen arbeiten: Sie korrigieren die vorangegangenen Klassenarbeiten. Hier in den Fotos seht ihr nun einige unserer glücklichen Malaika-Kids vor 10 Tagen im Ferienrausch. Die Kleinen buddelten in so was Ähnlichem wie Sand und Kies. Die Älteren lasen Bücher, backten Kekse und Brot und tanzten zu Pop-Musik. Fast alle mussten auch quälende Hausaufgaben erledigen. Aber da gab es auch den „KING OF THE SEWING MACHINE“: der 15jährige Joseph! Er reparierte Klamotten, meinen kaputten Rucksack und diverse Löcher auf dieser manuellen Nähmaschine. Vielleicht entwirft er eines Tages als Designer fantastische Kreationen für Jugendliche – wer weiß???

John and Kristiane

WONDERFUL HOLIDAY DAYS !! ( Engl.)

The Kenyan school system offers pupils and teachers three terms – around three thirds: early January to late March – then vacation. Yippee! Beginning of May to end of July – then vacation again! Yippee again! Beginning of September to end of October, then two long months of vacation for almost all Kenyan children and adolescents. Only the graduates will be onion for the final exams in November! The poor! But there is an additional SWEET: “Mid-Term”! This is an additional free week for the children. Only the teachers have to work: they correct the previous classwork. Here in the photos you can see some of our happy Malaika kids on vacation 10 days ago. The little ones dug in something like sand and gravel. The elderly read books, baked cookies and bread, and danced to pop music. Almost all of them had to do painful homework. But there was also the “KING OF THE SEWING MACHINE”: 15-year-old Joseph! He repaired clothes, my broken backpack and various holes on this manual sewing machine. Maybe one day he will design fantastic creations for young people as a designer – who knows ???

 

Joseph Sewing Clothes
Children playing on the sand