Schwimmen zum Ferienbeginn!

In dieser Woche sind unsere Kinder wohlverdient in die zweimonatigen “Weihnachtsferien” entlassen wurden. Als guten Ferienstart und auch letzten großen Ausflug, bevor viele zu ihren Familien und Verwandten gehen, sind wir am Samstag alle gemeinsam schwimmen gegangen. Zu Beginn war es leider noch sehr bewölkt, wobei sich die Kinder davon nicht den Spaß haben nehmen lassen. Nach einer kurzen Lunchpause mit Mandazi und viel Obst kam endlich die Sonne raus und das Wasser war genau die richtige Abkühlung! Auch beim “Schwimmtraining” (Kind an der Hüfte halten, sodass es die Armbewegungen zum Brustschwimmen üben kann) gab es langsam Fortschritte und manche Kinder konnten sogar schon Arm- und Beinbewegungen zusammenbringen und ein paar Meter schwimmen bzw. tauchen. Und auch die Kleinen haben sich mehr und mehr ins Wasser getraut und wurden immer mutiger!

Alles zusammen war das ein toller und auch erfolgreicher Ausflug, nach dem die Kinder zufrieden zu ihren Verwandten gehen können.

Königlicher Besuch im Lord Egerton

Wir haben letztens einen Ausflug in das nur 20 Minuten entfernte Anwesen “Lord Egerton Castle” gestartet. Zusammen mit Mercy, Biward und Talia haben wir uns alle Räumlichkeiten angesehen und sind über die Grünanlage im Regen spaziert. Das Schloss wurde von einem britischen Baron in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts bewohnt und er hat es für seine Verehrte bauen lassen, um ihr zu imponieren und sie so für eine Heirat überzeugen zu können. Leider hat sich die Dame davon nicht überzeugen lassen und der Baron lebte bis an sein Lebensende ohne eine Frau und war am Ende sehr einsam.

Wir hingegen haben trotz des damaligen frustrierten Barons unsere gemeinsame Zeit durch den Ausflug sehr genossen!

Erneuter Studenten-Besuch!

Auch letzten Donnerstag haben wir wieder Besuch von Egerton-Studenten erhalten. Donnerstag war hier ein nationaler Feiertag, sodass die Kinder nicht in die Schule musste und die Studenten keine Vorlesungen hatten. Somit haben wir den Tag genutzt und es wurde wieder viel geputzt, gekocht und gespielt! Die Studenten freuen sich, unsere Einrichtung unterstützen zu können und die Kinder freuen sich immer über neue Gesichter und Besucher, die mit ihnen spielen. Während die eine Gruppe gekocht hat, hat die andere Gruppe im Garten gearbeitet, Fenster geputzt, die Veranda geschrubbt, … Zum Schluss gab es ein gemeinsamen Mittagessen mit Bhajia, ein typisch kenianisches Gericht. Dafür werden Kartoffeln in eine Mehl-Wasser-Mischung getunkt und anschließend frittiert. Wir freuen uns schon auf den nächsten helfenden Besuch!

Eindrücke aus dem Slum

Als wir Samstag Kristiane zum Flughafen nach Nairobi gebracht haben, haben wir den Trip direkt mit einem Besuch von zwei Projekten im Slum-Gebiet Mathare verbunden. Dort hat George, ein Freund unserer ehemaligen Praktikantin Emily, eine Schule für Kinder aus den Slums gegründet. Mittlerweile können 300 Kinder in diese Schule gehen und grundlegende Bildung erhalten. Das Problem ist allerdings, dass keiner der Lehrer eine Ausbildung hat, sodass die Schule nicht offiziell angemeldet werden kann und die Schüler dadurch auch keinen Schulabschluss erhalten. Für einen langfristigen Erfolg müsste also das Projekt offiziell gemacht werden, was wiederum viel finanzielle Unterstützung für die Ausbildung der Lehrer erfordert. Zur Zeit lebt das Projekt von kleinen Einnahmen durch gelegentliche Spenden und Beiträgen von Eltern der Schüler.

Anschließend sind wir zu einem weiteren Projekt gefahren, “Mama Africa”. Dies ist eine Art Jugendzentrum: Kinder und Jugendliche verbringen dort ihre Freizeit, tanzen, malen, treiben Sport und tauschen sich aus. Ein Treffpunkt für alle, bei dem sie in ihren Interessen gefördert werden.

Beide Projekte waren sehr beeindruckend, da sie von der Selbstlosigkeit der Betreiber leben und diese versuchen, den Kindern eine Perspektive zu geben.

Besuch von Studenten

Letzten Samstag haben wir von Studenten aus der Egerton Universität tolle Unterstützung erhalten! Sie haben viele Lebensmittel-Spenden gebracht, die wir immer gut gebrauchen können. Anschließend haben sie den ganzen Samstag erst bei uns gearbeitet und dann mit den Kindern gespielt. Ob Wäsche gewaschen, für alle gekocht, den Garten gejätet oder die Fassade geputzt – es gab viel Arbeit und niemand hatte Langeweile. Nach einem wohlverdienten gemeinsamen Mittagessen haben alle noch gemeinsam auf unserer Wiese getanzt, gesungen und Spiele gespielt.

Was für ein erfolgreicher Tag! Auch in den nächsten Wochen haben sich schon weitere Studenten-Gruppen angemeldet, um wieder vollen Körpereinsatz für Malaika zu zeigen.

Gute Laune am frühen Morgen!

Wer so fröhlich ist am frühen Morgen und sich so auf den Schulbus freut, der/die hat das große Los gewonnen! Oder seht ihr das anders?? Nduta, die kleine freche, ist sooo glücklich in ihrer Schule! Und Rahab, die etwas scheue Maus, ist nach dem Überspringen einer Klasse im vergangenen Januar sehr stolz auf ihr hohe Position in der Klasse.

Wir wünschen euch beiden solche gute Laune an jedem Schulmorgen!!

Kristiane und John

Besuch im Lake Nakuru-Nationalpark

Unsere Lage hier in Njoro ist perfekt dazu geeignet, einen Ausflug in den 20 Minuten entfernten Nationalpark Lake Nakuru zu starten. Da bereits alle älteren Kinder schon einmal im Nationalpark waren, sind John und Sarah mit Kirui, Chumba und Muthoni am Sonntag früh morgens losgefahren, um ihre erste Safari zu unternehmen! Für alle fünf war es ein tolles Erlebnis und eine neue Erfahrung. Neben Antilopen, Büffeln, Affen und Zebras konnten auch Giraffen und Nashörner beobachtet werden. Der Lake Nakuru ist bekannt für seine riesigen Flamingo-Herden von insgesamt 2 Millionen Tieren – aktuell sind allerdings nicht mehr so viele Flamingos zu sehen. Dennoch war der Ausflug absolut beeindruckend, da alle fünf das erste Mal live und hautnah die wilden Tiere gesehen haben.

Kommentar von John: “it was a wonderful experience because it was my first in lake Nakuru national park”

Tanzaufführung bei Malaika!

Sobald wir wieder Besuch von Chamaeleon-Touristen bekommen nutzen unsere Kinder die Chance, ihre einstudierten Choreografien yu praesentieren. Unter der Anfuehrung von Kamau und seinem juengeren Bruder Kifugi ueben die Kinder in den Ferien taeglich an einer Tanzchoreografie. Dementsprechend gross ist die Freude, ihr Talent vor den Besuchern unter Beweis zu stellen. Bei dem verdienten Applaus im Anschluss sind die Kinder immer sehr stolz, denn die Arbeit hat sich dann definitiv gelohnt!



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Der erste Malaika-Chor

Bereits an meinem ersten Tag bei Malaika ist mir aufgefallen, dass einige Kinder hier sehr gerne singen (insbesondere die Mädchen). So hat es nicht lange gedauert, bis wir uns bei gemeinsamen Küchenarbeiten eingestimmt und zusammen gesungen haben. Einen Nachmittag habe ich auch mal die Kinder beim Singen mit der Gitarre begleitet. Mit der Zeit wollte ich das Singen zu einem festen Programm machen und habe unter den Kindern gefragt, wer Lust hat, mit mir gemeinsam ein Lied einzuüben. Und so kam dann der erste kleine Malaika-Chor zustande mit dem Lied „When I Grow Up“ aus dem Musical Matilda. Schon nach der ersten Probe haben die Kinder auch unabhängig von mir das Lied vor sich hingesummt und mir so ihre Motivation zum Singen gezeigt. Die Proben wurden von mal zu mal besser und abwechslungsreicher. Als wir dann eine große Geburtstagsfeier für die Sommerkinder vorbereiteten, war das der Anlass, um unser Lied das erste Mal aufzuführen. Nach einer kurzen Ansprache von Rahab haben wir gesungen und hinterher viel Lob und Zusprache unserer Zuhörer geerntet. Direkt am nächsten Tag konnten wir es bereits vor deutschen Besuchern aufführen.

Auch wenn die Kinder mal „groß“ sind, werden sie sich an die Zeilen des Liedes erinnern können.

Foto: privat

Brennende Wissbegier

Wenn unsere älteren Jugendlichen in den Ferien aus College und Sekundarschulen zu Malaika zurückkehren, beginnen die spannenden ROUND TABLES! Bei mildem Kerzenschein wird diskutiert – ein Kontrastprogramm zu den Schuldebatten. Bei Malaika reden alle Teilnehmer  auf Augenhöhe. Diesmal begann es mit Themen zu ersten Beziehungen und die Teilnehmer wagten über Liebe zu sprechen – heißt auch: viele Fragen zu stellen! Auch erschütterte die Erderwärmung unsere Teilnehmer, denn sie hatten noch nie davon gehört. Erwachsene und Jugendliche waren perplex. Die Jugendlichen arbeiteten mit Feuereifer an den Computern und präsentierten Power-point-Präsentationen: zu CO2, Regenwald und Brände. Der Name “Greta” war in aller Munde: “Was können wir tun? Wie können wir helfen? Werden auch unsere die Lehrer und Lehrerinnen zuhören und mit uns diskutieren?

Zum Abschluss gab’s jeweils noch Cola und Sprite. “Können wir morgen weitermachen??!”

Das waren tolle Ferien!

Kristiane